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Im Herbst 1979 griff die Staatssicherheit zu und verhaftete sechs von ihnen
mit dem Vorwurf der staatsfeindlichen Hetze. Drei davon hatten Kinder.
Nach langer, teils in Einzelzellen verbrachter Untersuchungshaft, wurden die
Urteile auf bis zu fünf Jahre festgesetzt. Die Frauen verbrachten diese
Zeit in der Haftanstalt Hoheneck, die Männer in Cottbus. Anfang bis Mitte
der 80er Jahre wurden sie nacheinander von der Bundesregierung freigekauft.
Der Rest des Freundeskreises folgte ihnen durch Republikflucht, oder offizielle
Ausreisegenehmigungen.
In diesem Film berichten sie über ihre Motive, Hoffnungen und Ziele. Sie
setzen sich mit ihren Entscheidungen auseinander, manchmal mit einem selbstironischen
Augenzwinkern. Auf sehr einleuchtende Weise erzählen sie, warum sie damals
so und nicht anders gehandelt haben und dass sie dasselbe wohl wieder
tun würden. Ihr Blick in die Vergangenheit vermittelt einen nachvollziehbaren
Eindruck ihrer damaligen Ideale, vielleicht gerade weil sie diese heute ohne
Pathos darstellen können.
Auch die Erlebnisse mit der Staatssicherheit und in den Gefängnissen werden
zwar eindringlich, aber doch differenziert geschildert. Sie ermöglichen
dem Zuschauer einen Einblick in dieses System, ohne es schlicht zu dämonisieren,
oder sich selbst als gefallene Helden auf dem Opferaltar zu platzieren.