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DDR-Geschichte ohne Geschichtsbuch
Seit dem fünfzigsten Jahrestag des 17. Juni 1953 wird die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte verstärkt öffentlich diskutiert. Dabei steht vor allem die Frage, wie sich dieses Kapitel deutscher Geschichte auch jüngeren Generationen vermitteln lässt, im Vordergrund. Kaum jemand zweifelt daran, dass den Schulen dabei eine übergeordnete Rolle zukommt - und doch sind allen Beteiligten die Schwierigkeiten bewusst, die sich aus den Lehrplänen, mangelndem Unterrichtsmaterial und nicht zuletzt den generationsbedingten Gründen ergeben. Denn wer heute zur Schule geht war beim Mauerfall im besten Fall ein Kleinkind, unabhängig davon, auf welcher Seite der Mauer er geboren wurde.

Deshalb besteht unser Ziel darin, das Thema “Widerstand in einer Diktatur” auf ganz persönlicher Ebene greifbar zu machen und es so stärker in die Gegenwart zu rücken.

Anstelle eines Vortrages über “trockene” Geschichtsdaten, sollen die damaligen Lebensumstände besonders jungen Menschen vermittelt werden, die sie verständlicherweise als sehr abstrakt und fremd empfinden müssen.

Nach einer Reihe von Veranstaltungen (u.a. für das Goethe-Institut, die Konrad Adenauer Stiftung, das Cusanus-Werk, aber auch durch die Initiative einzelner Lehrer) haben wir nun ein Konzept erarbeitet, das auf unsere bisherigen Erfahrungen beruht und sich an den Bedürfnissen von Schülern und Lehrern orientiert.
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