| <<< |
Neben wenige Originalaufnahmen aus der Zeit treten in schwarzweiß gedrehte Fahrten durch das heutige Leipzig. Der Kunstgriff funktioniert, Bekemmung stellt sich ein. Beklemmung vor allem darüber, was die heute überwiegend in Köln lebenden Leipziger detailgenau berichten: Das zunehmende Bewusstsein über die eigene Gefährdung, die Verhaftung, die Untersuchungshaft in Leipzig, die Prozesse und die anschließende Reise im Gefängniszug in die Knäste von Hoheneck (Frauen) und Cottbus (Männer). Freunde und Familie, kleine Kinder inklusive, bleiben zurück. Nach und nach werden alle Inhaftierten von der BRD freigekauft. Für sie, sagt Uta Franke, seien selbst die fast zwei Jahre in Hoheneck keine verlorene Zeit gewesen. Ihre Tochter Dörte, damals sechs Jahre alt, durfte erst nach Interventionen Herbert Wehners bei der DDR-Führung zur Mutter nach Westdeutschland ausreisen. Zusammen mit zwei Freunden hat sie seit 1998 diesen Film vorbereitet und gedreht, Engagement zwischen 20 und 30. STEFFEN GRIMBERG taz Nr. 6340 vom 8.1.2001, Seite 15, 78 Zeilen Kommentar STEFFEN GRIMBERG, Rezension |
|
![]() |
|||||||
|
|