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jeder schweigt von etwas anderem

Utz Rachowski

1979 mit 25 Jahren verhaftet
Vorwurf: „Staatsfeindliche Hetze“
Urteil: 2 Jahre 3 Monate

geb. 1954 in Plauen, Vogtland+++ 1970 erste MfS-Vernehmung +++ 1971 Schulverweis wegen “Zersetzung des Klassenkollektives“+++ ab 1975 operative Vorgänge “Renegat” und “Wolke” +++ 1977 Abitur (auf dem zweiten Bildungsweg) +++ 1978 zwei Semester Medizin in Leipzig, dann als Heizer tätig +++ 1979 Verurteilung zu 2 Jahren und 3 Monaten in der Haftanstalt Cottbus wegen “staatsfeindlicher Hetze” und “Verbreitung von Hetzschriften” +++ 1980 “Freikauf” durch die Bundesregierung +++ 1981 Übersiedelung der Lebensgefährtin mit der einjährigen Tochter, 1982 Geburt der zweiten Tochter +++ ab 1982 Studium in Kunstgeschichte und Philosophie +++ 1983 Entführungsversuch durch das MfS nach Ostberlin, vom Verfassungsschutz verhindert +++ Lebt als freier Autor in Reichenbach (Vogtland) und Berlin-Kreuzberg +++

Veröffentlichungen: u.a. Der letzte Tag der Kindheit (1986), Die Stimmen des Sommers (1992), Namenlose (1993), Erinnerungen an eine Jugend (1995), Mein Museum. Gedichte (1995), Red' mir nicht von Minnigerode (2006)

homepage: www.rachowski.de

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