|
detaillierte Inhaltsangabe |
Anne, Utz, Matthias und Tine gingen in der DDR ins Gefängnis, weil sie nicht schweigen wollten. Heute haben sie Angst vor den Fragen ihrer Kinder, die jetzt im selben Alter wie sie damals sind. Und sie meiden Tabuthemen gegenüber den eigenen Eltern, die immer noch im Osten leben, oder damals von der Stasi vereinnahmt wurden. Der Film konzentriert sich auf die Gegenwart dreier Familien, in denen es ganz unterschiedliche Bedürfnisse in der Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit gibt. Anne Gollin macht politische Führungen in zwei deutschen Machtzentren: Im Bundeskanzleramt erklärt sie Reisegruppen, wie Demokratie funktioniert und in der ehemaligen Stasi-Zentrale berichtet sie offen über ihre eigenen Erfahrungen mit einer Diktatur. In ihrer eigenen Familie jedoch hat die Trennung von ihrem kleinen Sohn eine tiefe Narbe hinterlassen. Der einjährige Sebastian lebte nach ihrer Verhaftungbei den Großeltern, wurde von der Staatssicherheit vorübergehend entführt und sah seine Mutter erst nach deren „Freikauf“ 1983 wieder. Während ihre Eltern bis heute kein Verständnis für ihr oppositionelles Verhalten damals haben, ist Annes Verhältnis zu ihrem Sohn noch immer von Schuldgefühlen und Hilflosigkeit geprägt. Matthias und Tine Storck wurden damals gemeinsam verhaftet und sind heute Eltern dreier Kinder, die nach dem „Freikauf“ in Westdeutschland zur Welt kamen. Für Felix, Hannah und Luise ist die DDR ein abstrakter Mythos: ständig präsent und doch nicht greifbar. Aufgewachsen mit der Suche der Eltern nach ihren Akten und den Tätern von damals, haben sie heute nicht immer Verständnis für die Beschäftigung mit diesem Thema. Tine fragt sich, ob sie die Kinder mit ihrer Vergangenheit manchmal überfordern,während Matthias noch immer nach Antworten auf Fragen sucht, die er seinem eigenen Vater nicht mehr stellen kann. Dessen Stasi-Verwicklung wurde erst kurz vor seinem Tod aufgedeckt. In seinen Büchern fällt es Matthias leichter, dafür die richtigen Worte zu finden. Doch ob Felix, Hannah und Luise sie gelesen haben, weiß er nicht. Denn sie haben noch nie mit ihrem Vater darüber gesprochen.>>> weiter |
|
|
![]() |
|||||||
|
|