"Ein bisher unerzaehltes Kapitel deutscher Geschichte aus der Uebergangszeit 89/90."
Funkkorrespondenz

"Eine erstaunliche Bestandsaufnahme über die verpassten Chancen der Wendezeit mit ihren Utopien."
taz - die tageszeitung

"Man bekommt einen starker Eidnruck, wie hilflos und unendlich ueberfordert damals alle davon waren, das entstandene Machtvakuum zu fuellen"
epd medien

NACH DER REVOLUTION

Kino-Dokumentarfilm
Regie: Dörte Franke und Marc Bauder
Deutschland 2010

Länge: 91 Min
Format: HD

Weltpremiere DOK Leipzig 2010
nominiert für Filmpreis Stiftung Friedliche Revolution

Eine Produktion von bauderfilm in Ko-Produktion mit ZDF/3sat und gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Project Image

inhalt

Mit Ulrike Poppe, Markus Meckel und Reinhard Schult

„Du hast keine Chance, also nutze sie!“ So in etwa lässt sich das Kräfteverhältnis damals im
Dezember 1989 in Ost-Berlin beschreiben. Auf der einen Seite ein verzweifelt sich an die Macht
klammernder Staatsapparat, die NVA, Kampfgruppen, ein unübersehbares Heer an Stasi-
Mitarbeitern und nicht zu vergessen, die sowjetischen Streitkräfte, von denen niemand genau
wusste, wie sie reagieren würden. Auf der anderen Seite ein Haufen zersplitterter
Oppositionsgruppen vom Neuen Forum bis zum Demokratischen Aufbruch – Schätzungen
gehen von 600 Aktivisten aus – und ein Volk, das gerade anfing, sich als ein solches überhaupt
zu begreifen. Am Runden Tisch saßen sich erstmals Vertreter beider Seiten gegenüber.
Anhand bislang unveröffentlichten Materials kann man in diesem Film von Dörte Franke und
Marc Bauder erleben, wie um jedes Wort, um jeden Zentimeter Macht gerungen wurde. Ging es
doch um nichts Geringeres als die grundsätzliche politische Legitimation, das Gewaltmonopol
des Staates und das Amt für Nationale Sicherheit. Wenn es eine Chance für einen „dritten Weg“
gegeben hätte, wie ihn die Oppositionsgruppen erhofften, dann hätte man eine eigene
Verfassung durchsetzen müssen. Ulrike Poppe, damals Demokratie Jetzt!, Markus Meckel,
SPD, und Reinhart Schult vom Neuen Forum reflektieren dieses vier Monate währende
Machtvakuum als einen Zeitraum, in dem Utopien zum Greifen nahe waren. (DOK Leipzig 2010)

trailer

infos

Festivals:
DOK Leipzig 2010
achtung berlin 2001
docudays Kiew, Ukraine 2011
One World Festival, Slowakei 2011

Preise:
Nominiert bei DOK Leipzig 2010 für den Filmpreis der Stiftung Friedliche Revolution

Credits:
Regie: Dörte Franke und Marc Bauder
Bildgestaltung: Börres Weiffenbach
Montage: Jana Teuchert
Musik: Paul Lemp
Ton: Klaus Barm, Johannes Schmelzer-Ziringer u.a.
Mischung: Lars Ginzel
Bildbearbeitung/Titel: Till Beckmann
Produzent: Marc Bauder
Redaktion 3sat: Margrit Schreiber-Brunner und Udo Bremer



Eine Produktion der bauderfilm in Koproduktion mit ZDF /3sat.
Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur